Mit Sperrfrist für die Öffentlichkeit bis zum 29.9.2006
LATEINAMERIKA: Widerspruch zwischen Populismus und demokratischer Entwicklung
Die Konrad-Adenauer-Stiftung und Polilat.com stellen hiermit ihren Index über Demokratische Entwicklung in Lateinamerika IDD-Lat, Ausgabe 2006, vor. Untersucht wurde das Verhalten der Demokratien in der Region. Chile, Costa Rica und Uruguay führten erneut die regionale Rangliste an. Die negativste demokratische Entwicklung haben Nicaragua, Venezuela, Bolivien und Ecuador erfahren. Die Ergebnisse stehen im Internet unter web www.idd-lat.org. zur Verfügung
Der seit 2002 jährlich erscheinende Bericht, in dem das demokratische Verhalten von Regierungen und Öffentlichkeit in 18 Ländern des Kontinents untersucht wird, vertieft jedes Jahr die Analyse eines der Probleme, unter denen die regionale demokratische Entwicklung leidet. In diesem Jahr wirft der Bericht den Widerspruch zwischen Technopopulismus und demokratische Entwicklung auf und untersucht das regionale Verhalten im Hinblick auf die neuen auf Ausschluss und Ausschließlichkeit basierender Führungsstile, die sich in der Region verbreiten.
Die Existenz von Politikern, die sich den leidgeprüften lateinamerikanischen Gesellschaften als Retter aus ihrer wirtschaftlichen und sozialen Not präsentieren, schließt einen beklagenswerten Teufelskreis. Die Konstellation wird dadurch noch zusätzlich begünstigt, dass der enorme Preisanstieg bei den lateinamerikanischen Exportgütern auf den internationalen Märkten außergewöhnliche Wirtschaftsüberschüsse entstehen lässt. Während in vielen Ländern die Regierungen einerseits bereit sind, diese Mehreinnahmen zum Aufbau und zur Stärkung von politischen Klientelimus-Netzen zu verwenden, vertieft sich andererseits die historische und brutale Kluft zwischen den Einkommen der Reichen und den Einkünften der aus dem sozialen und wirtschaftlichen System ausgegrenzten Gruppen.
Das Wiederaufkommen in den letzten Jahren von zahlreichen populistischen Prozessen unterschiedlicher Prägung ist sicher nicht nur auf Lateinamerika beschränkt. Dennoch sind Phänomene wie eine weit verbreitete nicht organisierte Gewalt, der Verschleiß der Institutionen, Politikverdrossenheit und gesellschaftliche Zersplitterung sowie eine immer breiter werdende Kluft zwischen Arm und Reich kennzeichnend für die regionalen Realität.
Die Globalisierung, der Verfall der Ideologien, die eingeleiteten Wirtschaftreformen, die soziale Unzufriedenheit und zunehmende Zersprengung der Gesellschaft, Apathie, eine chronische institutionelle Schwäche und die Auswirkung der neuen Technologien gepaart mit einer wenig demokratischen Haltung der Eliten bilden ein Szenarium, das die Rückkehr des Populismus in der Region begünstigt. Dabei erreicht dieser technokratische und ausgefeilte Populismus eine Intensität, mit der es ihm gelingt die Gesellschaften zu spalten und die Institutionen und bürgerrechtlichen Qualitäten zu zerstören.
Positiv ist, dass nicht alle Länder der Region den Weg zielloser populistischer Turbulenzen oder der demokratischen und labilen Anomie der „failing States“ gehen, insbesondere auch solche nicht, die sich an die Spitze der lateinamerikanischen demokratischen Entwicklung gestellt haben. Diese Länder sind auf der ständigen Suche der institutionellen Verbesserung und politischen Effizienz auf der Grundlage von gewonnenen Erfahrungen sowohl von Regierenden als auch Regierten. Diesen Weg wollen wir unterstützen und fördern.
IDD-Lat 2006 spiegelt diese komplexe Realität der lateinamerikanischen Situation wieder. Das allgemeine Umfeld zeigt eine leichte Verbesserung im regionalen Durchschnitt, der um 4,57% steigt, und zwar im wesentlichen aufgrund der verbesserten wirtschaftlichen Entwicklung in der Region. Wie auch schon in den zurückliegenden Jahren heben sich lediglich drei Länder ab, nämlich Chile, Uruguay und trotz seiner politischen Turbulenzen Costa Rica. Diese Länder zeichnen sich durch solide demokratische Strukturen aus und durch eine demokratische Entwicklung, die fernab vom Populismus schrittweise Fortschritte im Aufbau von Gesellschaften mit einem höheren Entwicklungsgrad erzielen (was selbstverständlich nicht bedeutet, dass nicht auch diese Länder sich mit Problemen konfrontiert sehen).
Dagegen haben Nicaragua, Venezuela, Bolivien und Ecuador diesen Weg noch nicht gefunden. Vielmehr entfernen sie sich zunehmend von den Zielen einer demokratischen Entwicklung.
Die übrigen Länder zeigen ein sehr unterschiedliches Bild mit bemerkenswerten Fortschritten aber auch sichtlichen Rückschlägen. Dabei stellt oft das politische und soziale Gefüge dieser Länder ein Hindernis auf dem Weg ernsthafter Bemühungen um mehr Demokratie dar.
Der IDD-Lat-Index misst und vergleicht die demokratischen Anstrengungen unserer Gesellschaften. Die ausgewerteten Kennzahlen sind notwendiger Bestandteil für die Auswertung der jährlich gemachten Fortschritte oder erlittenen Rückschläge. Viel wichtiger noch als die Aussagekraft über die unmittelbare Vergangenheit ist der instrumentelle Wert für eine effektive Planung und einen Konsens im Hinblick auf mittelfristige und langfristige Maßnahmen in den verschiedenen Dimensionen der Demokratischen Entwicklung (Politische Rechte und Bürgerfreiheiten, Qualität der Institutionen und politische Effizienz und Sozioökonomische Regierungsfähigkeit).
Ranking des IDD-Lat 2006 Entwicklung des IDD-Lat 2005 - 2006
|
Land |
Punkte |
|
Land |
IDD-LAT 2005 |
IDD-LAT 2006 |
|
|
1. |
Chile |
10,796 |
|
Argentinien |
4,337 |
5,330 |
|
2. |
Costa Rica |
9,704 |
|
Chile |
10,435 |
10,796 |
|
3. |
Uruguay |
8,397 |
|
Uruguay |
8,355 |
8,397 |
|
4. |
Panama |
6,828 |
|
Paraguay |
4,493 |
3,745 |
|
5. |
Mexiko |
5,917 |
|
Brasilien |
3,820 |
4,468 |
|
6. |
Argentinien |
5,330 |
|
Bolivien |
3,528 |
2,726 |
|
7. |
El Salvador |
4,718 |
|
Peru |
3,126 |
3,590 |
|
8. |
Brasilien |
4,468 |
|
Ecuador |
3,658 |
2,237 |
|
9. |
Honduras |
4,431 |
|
Kolumbien |
2,993 |
4,362 |
|
10. |
Dominikanische Republik |
4,187 |
|
Venezuela |
2,581 |
2,720 |
|
11. |
Kolumbien |
4,362 |
|
Panama |
6,918 |
6,828 |
|
12. |
Paraguay |
3,745 |
|
Costa Rica |
8,510 |
9,704 |
|
13. |
Guatemala |
3,834 |
|
Nicaragua |
4,032 |
3,151 |
|
14. |
Peru |
3,590 |
|
El Salvador |
5,053 |
4,718 |
|
15. |
Nicaragua |
3,151 |
|
Honduras |
4,332 |
4,431 |
|
16. |
Venezuela |
2,720 |
|
Guatemala |
1,648 |
3,834 |
|
17. |
Bolivien |
2,726 |
|
Mexiko |
5,522 |
5,917 |
|
18. |
Ecuador |
2,237 |
|
Dominikanische Republik |
3,823 |
4,187 |
Informes: info@polilat.com o civel@polilat.com
Entrevistas:
Polilat.com: (54 911) 5008 3942 o (54 911) 5410 4743
Fundación Adenauer: (54 11) 4326 2552
Internationale Präsentation IDD-Lat 2006
Mit der gegenwärtigen Ausgabe des Demokratie-Index Lateinamerika, IDD-Lat 2006, setzen wir unsere Berichte über die lateinamerikanische Realität fort. Ziel dieser Arbeit ist es, die aktuelle Situation der Demokratieentwicklung in Lateinamerika mit ihren Stärken und Schwächen darzustellen, damit die Stärken als Anreiz und die Schwächen als Warnung verstanden werden.
Wie bereits in früheren Ausgaben ausgeführt, geht es dabei nicht um die Veranstaltung eines regionalen Wettbewerbs mit Gewinnern und Verlierern. Vielmehr sollen die Probleme der einzelnen Gesellschaften und Demokratien dargestellt werden, um so Schwierigkeiten aufzeigen und überwinden zu können. Vermittelt werden auch die Wege, die von den Nachbarstaaten eingeschlagen wurden, denen die Lösung der Konflikte gelungen ist.
Wir stellen hiermit eine Reihe von Grafiken und Tabellen vor, aus denen die wichtigsten Gesamtergebnisse des IDD-Lat 2006 und den einzelnen dabei berücksichtigten Dimensionen hervorgehen. Zum besseren Verständnis haben wir ein „Fahrtenblatt“ angelegt, das wie eine Art Glossar das Verständnis der Grafiken und Tabellen erleichtert. Weitere Informationen zu dieser und den früheren Ausgaben stehen darüber hinaus auf unserer Website www.idd-lat.org zur Verfügung.
Jede Ausgabe des IDD-Lat ist der vertieften Analyse eines Themas gewidmet, das unserer Auffassung nach bestimmend für die regionale demokratische Agenda ist. Mit der Ausgabe 2006 von IDD-Lat wollen wir eine Diskussion über den Vormarsch des Populismus in der Region initiieren, über die sich daraus für unsere Gesellschaften ergebenden Risiken, über das neue Format, das wir aufgrund seiner technologischen Grundlage als Technopopulismus bezeichnen und über seine Ablehnung des von uns vertretenen und geförderten Begriffs der demokratischen Entwicklung.
Das Wiederaufkommen in den letzten Jahren von zahlreichen populistischen Prozessen unterschiedlicher Prägung ist sicher nicht nur auf Lateinamerika beschränkt. Dennoch sind Phänomene wie eine weit verbreitete nicht organisierte Gewalt, der Verschleiß der Institutionen, Politikverdrossenheit und gesellschaftliche Zersplitterung sowie eine immer breiter werdende Kluft zwischen Arm und Reich kennzeichnend für die regionalen Realität.
Die Globalisierung, der Verfall der Ideologien, die eingeleiteten Wirtschaftreformen, die soziale Unzufriedenheit und zunehmende Zersprengung der Gesellschaft, Apathie, eine chronische institutionelle Schwäche und die Auswirkung der neuen Technologien gepaart mit einer wenig demokratischen Haltung der Eliten bilden ein Szenarium, das die Rückkehr des Populismus in der Region begünstigt. Dabei erreicht dieser technokratische und ausgefeilte Populismus eine Intensität, mit der es ihm gelingt die Gesellschaften zu spalten und die Institutionen und bürgerrechtlichen Qualitäten zu zerstören.
Positiv ist, dass nicht alle Länder der Region den Weg zielloser populistischer Turbulenzen oder der demokratischen und labilen Anomie der „failing States“ gehen, insbesondere auch solche nicht, die sich an die Spitze der lateinamerikanischen demokratischen Entwicklung gestellt haben. Diese Länder sind auf der ständigen Suche der institutionellen Verbesserung und politischen Effizienz auf der Grundlage von gewonnenen Erfahrungen sowohl von Regierenden als auch Regierten. Diesen Weg wollen wir unterstützen und fördern.
Christoph Korneli Jorge Arias
Fundación Konrad Adenauer Polilat.com
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FAHRTENBLATT
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IDD-Lat: |
Demokratieindex Lateinamerika |
|
Länder |
Die Messung des IDD-Lat umfasst 18 Länder Lateinamerikas. Geographisch von Norden nach Süden geordnet sind dies: Argentinien, Chile, Uruguay, Paraguay, Brasilien, Bolivien, Peru, Ecuador, Kolumbien, Venezuela, Panama, Costa Rica, Nicaragua, El Salvador, Honduras, Guatemala, Mexiko und Dominikanische Republik. |
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Dimensionen |
Der IDD-Lat wird auf der Grundlage von vier Dimensionen der demokratischen Entwicklung erstellt. |
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Dimension I |
GRUNDVORAUSSETZUNGEN DER DEMOKRATIE: Diese Dimension wurde nur bei der Aufnahme der Länder in den IDD-Lat berücksichtigt. Sämtliche in den Index aufgenommenen Länder erfüllen diese Voraussetzung. |
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Dimension II |
ACHTUNG DER POLITISCHEN RECHTE UND DER BÜRGERFREIHEITEN. Beinhaltet: politische Beteiligung {(Wahlbeteiligung – (leer abgegebene Stimmzettel + ungültige Stimmen)}; Bewertung erfolgt in den Indizes Politische Rechte, Bürgerfreiheiten; Gender in der Regierung (Exekutive, Legislative, Judikative), Beschränkungen der Freiheiten und Rechte aufgrund der Unsicherheit. |
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Dimension III |
QUALITÄT DER INSTITUTIONEN UND POLITISCHE EFFIZIENZ. Bewertet die Warnehmung von Korruption, Vertretung der politischen Parteien im Parlament, (rechtliche, politische und soziale) Accountability, Destabilisierungsfaktor und Regierungskrise. |
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Dimension IV |
REGIERUNGSFÄHIGKEIT. Beinhaltet zwei Teildimensionen: 1. KOMPETENZ IN der UMSETZUNG EINER Wohlstandssichernden poLITIK. Beinhaltet: Gesundheit (Kindersterblichkeit; Gesundheitshaushalt in % des BIP), StÄadtische Arbeitslosigkeit, Haushalte unter der Armutsgrenze, Schulbildung (Einschreibungen in Sekundarschulen, Bildungshaushalt in % des BIP). 2. KOMPETENZ IN DER UMSETZUNG EINER DIE WIRTSCHAFTSLEISTUNG fördernde politik. Beinhaltet Bewertungen über die Indizes Wirtschaftsfreiheit, Pro-Kopf-Einkommen der Bevölkerung, Kaufkraftparität der Preise (PPP), Einkommensgefälle (Verhältnis zwischen dem Fünftel der Bevölkerung mit den höchsten Einkommen und dem Fünftel mit den niedrigsten Einkommen), Verschuldung (% der Verschuldung im Verhältnis zum BIP), Investitionen (Bruttofestanlagen / BIP). |
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Quellen |
Im wesentlichen multilaterale Institutionen (Weltbank, Interamerikanische Entwicklungsbank, CEPAL, IPU usw.) eigene Ausarbeitungen und private Quellen mit breitem öffentlichen Zugang. Die Quellen können unter www.idd-lat.org nachgesehen werden. |
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Angaben |
Die zur Verfügung stehenden Daten wurden im Dezember 2005 erhoben. |
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Bereich |
Die enzelnen Dimensionen und ihre verschiedenen Komponenten werden auf einer Skala von 0 bis 10 bewertet. Die höchste Punktzahl bekommt das Land mit der jeweils besten Leistung. Die übrigen Länder erhalten eine dazu im Verhaltnis stehende Punktzahl. |
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Methode |
Siehe www.idd-lat.org |
Allgemeine Tendenzen in der demokratischen Entwicklung in der Region
Im allgemeinen hat die Region ihre Leistung gesteigert. Dabei konnten zahlreiche Länder sich trotz der verschiedenen politisch-institutionellen Krisen im Jahr 2004 in ihrem IDD-Lat-Wert verbessern. Nicht übersehen werden kann dagegen, dass nur 17% der Region sich durch eine hohe demokratische Entwicklung auszeichnen.
Die Länder mit der besten Entwicklung sind geographisch im Süden des Subkontinents, in der Andenregion und in Mittelamerika einschließlich Mexiko gelegen. Dabei liegen allerdings nur 6 Länder über dem regionalen Durchschnitt (5,063)
Zurückgefallen gegenüber den im IDD-Lat 2005 erzielten Werten sind: Paraguay, Bolivien, Ecuador, Panama, Nicaragua und El Salvador.
Verbessert haben sich: Argentinien, Chile, Uruguay, Brasilien, Peru, Kolumbien, Venezuela, Costa Rica, Honduras, Guatemala, Mexiko und Dominikanische Republik.
In die Landkarte sind die Länder eingezeichnet, die sich in der Region verbessert haben. Die anschließende Tabelle gibt die Tendenz der 18 lateinamerikanischen Länder von 2002 bis heute wieder.

|
Land |
IDD-LAT 2002 |
IDD-LAT 2003 |
IDD-LAT 2004 |
IDD-LAT 2005 |
IDD-LAT 2006 |
|
Argentinien |
5,247 |
3,900 |
3,918 |
4,337 |
5,330 |
|
Chile |
8,757 |
10,031 |
10,242 |
10,435 |
10,796 |
|
Uruguay |
9,736 |
9,766 |
7,517 |
8,355 |
8,397 |
|
Paraguay |
2,255 |
3,214 |
1,689 |
4,493 |
3,745 |
|
Brasilien |
3,932 |
5,028 |
3,348 |
3,820 |
4,468 |
|
Bolivien |
4,150 |
2,883 |
3,343 |
3,528 |
2,726 |
|
Peru |
4,352 |
3,602 |
3,688 |
3,126 |
3,590 |
|
Ecuador |
1,694 |
2,376 |
3,122 |
3,658 |
2,237 |
|
Kolumbien |
5,254 |
4,218 |
3,054 |
2,993 |
4,362 |
|
Venezuela |
2,243 |
2,811 |
1,552 |
2,581 |
2,720 |
|
Panama |
8,309 |
8,028 |
6,914 |
6,918 |
6,828 |
|
Costa Rica |
8,575 |
7,847 |
8,633 |
8,510 |
9,704 |
|
Nicaragua |
2,963 |
4,230 |
3,614 |
4,032 |
3,151 |
|
El Salvador |
5,544 |
6,273 |
4,452 |
5,053 |
4,718 |
|
Honduras |
3,107 |
4,098 |
4,142 |
4,332 |
4,431 |
|
Guatemala |
3,992 |
2,928 |
3,884 |
1,648 |
3,834 |
|
Mexiko |
6,340 |
6,623 |
6,136 |
5,522 |
5,917 |
|
Dominikanische Rep. |
|
|
4,631 |
3,823 |
4,187 |
Die Entwicklung im einzelnen
Der Durchschnittswert der Region, der bei 5,063 lag, verbesserte sich leicht gegenüber dem Durchschnittswert von 2005 von 4,842. Der Anstieg ist auf die Entwicklung bei den am besten aufgestellten Ländern zurückzuführen. Lediglich Chile (10,796), Costa Rica (9,704), Uruguay (8,397), Panama (6,828), Mexiko (5,917) und Argentinien (5,330) liegen über dem Durchschnitt der Region, wobei nur Panama einen leichten Rückgang gegenüber dem Vorjahr hinnehmen musste. Damit liegen 33% der Länder über dem regionalen Durchschnitt und die übrigen 67% darunter.
Sämtliche Länder der Andenregion, die Länder des Mercosur mit Ausnahme von Uruguay und Argentinien, und Mittelamerika – mit Ausnahme von Costa Rica und Panama – zeigen eine unterdurchschnittliche Leistung.
Eine besonders schwache Leistung zeigten Nicaragua (3,151), Bolivien (2,726), Venezuela (2,720) und Ecuador (2,237).
Unter Berücksichtigung ihrer demokratischen Entwicklung können die 18 Länder der Region wie folgt eingeteilt werden: Länder mit hohem Entwicklungsstand (Bewertung zwischen 7.51 und 10.0 Punkte), Länder mit mittlerem Entwicklungsstand (zwischen 4.51 und 7.5) und Länder mit niedrigem Entwicklungsstand (zwischen 1.0 und 4.5).
Zu der ersten Gruppe gehören Chile, Uruguay und Costa Rica.
Die Gruppe der Länder mit mittlerem Entwicklungsstand setzt sich aus Mexiko, Argentinien, Panama und El Salvador zusammen.
Die Länder mit niedrigem Entwicklungsstand sind: Paraguay, Brasilien, Bolivien, Peru, Ecuador, Kolumbien, Venezuela, Nicaragua, Honduras, Guatemala und Dominkanische Republik.
Daraus lässt sich folgern:
·
•
Wie bereits angedeutet, weisen nur wenige Länder eine überdurchschnittliche
Leistung auf und nur 17% zeichnen sich durch eine hohe demokratische Entwicklung
aus.
· Besonders zahlreich ist die Gruppe der Länder mit niedrigem demokratischem Entwicklungsstand. Sie bilden mehr als 60% der Länder .
· Nur 22% der untersuchten Länder weisen einen mittleren demokratischen Entwicklungsstand auf.
· Als Länder mit hohem demokratischem Entwicklungsstand sind die Länder eingestuft worden, die in den letzten zehn Jahren keine politisch-institutionelle Krise durchgemacht haben.
· Die Länder mit niedrigem demokratischem Entwicklungsstand haben in den letzten Jahren wiederholt politisch-institutionelle Krisen erlebt. Dabei handelt es sich um die Länder Bolivien, Ecuador, Peru, Venezuela und Nicaragua.
· Am meisten konnte sich Guatemala verbessern. Das Land weist zwar immer noch einen niedrigen demokratischen Wert auf, konnte aber seine Punktzahl um 132,57% gegenüber dem Vorjahr erhöhen, nämlich von 1,648 im Jahr 2005 auf 3,834 im Jahr 2006. An zweiter Stelle liegt Kolumbien, das sich um 45,71% verbesserte. Beide Länder gehören weiterhin zu der Gruppe mit niedrigem demokratischem Entwicklungsstand.
· Verschlechtert hat sich besonders Ecuador. Die Leistung fiel um knapp 39%.
· Bei der Dimension II „Achtung der politischen Rechte und der Bürgerfreiheiten” verbesserte sich der regionale Durchschnittswert um ca. 6,6 Prozent. Allerdings weisen noch viele Länder, darunter Venezuela, Ecuador und Guatemala, sehr schwache Werte aus.
· Bei der Dimension III „Qualität der Institutionen und politische Effizienz” weist der allgemeine Index der Region eine leichte Verbesserung von 1,8 Prozent aus. Allerdings ist die Leistung der einzelnen Länder sehr unterschiedlich. Ecuador z. B. ist um knapp 50 Prozent gegenüber 2005 zurückgefallen, Bolivien um 37 Prozent und Nicaragua um 31 Prozent.
· Trotz des hohen sozialen Defizits aller Länder verzeichnete das Jahr 2006 eine allgemeine Verbesserung von 6 Prozent in der Dimension IV “Kompetenz in der Umsetzung einer wohlstandssichernden Politik”. Lediglich Nicaragua, Mexiko und Dominikanische Republik haben Werte, die leicht unter denen des Vorjahrs liegen.
· Der Wirtschaftsaufschwung in der Region hat zu einer allgemeinen Verbesserung von rund 5% in der Teildimension IV-II “Kompetenz in der Umsetzung einer die Wirtschaftsleistung fördernde Politik” geführt. Lediglich Paraguay, Bolivien, Panama und Honduras verbuchten eine leichte Verschlechterung in dieser Teildimension.
Aufschlüsselung nach Ländern[1]
Argentinien


· Nach den schlechten Werte, die das Land 2003 und 2004 aufgrund der schweren politischen und institutionellen Krise Ende 2001 erzielt hatte, konnte sich das Land 2005 zwar verbessern, erreichte aber immer noch nicht den Durchschnitt der Region. Dagegen holte es 2006 mit einem Anstieg von über 22% gewaltig auf und gehört heute zu den wenigen Länder, die über dem Durchschnitt der Region liegen.
· Argentinien konnte sich in allen Dimensionen verbessern. Besonders groß war der Zuwachs in der Dimension IV. Sowohl die wirtschaftlichen als auch die sozialen Eckdaten haben sich wesentlich verbessert. Zwar liegen die Wirtschaftswerte nicht über den von 2002, wohl aber die sozialen Eckwerte. Einen sehr niedrigen Wert allerdings zeigt das Land in der Dimension III „Qualität der Institutionen und politische Effizienz“. In dieser Dimension gehört Argentinien zu den Ländern mit den größten Schwierigkeiten in der Region.
· In der Dimension II „Achtung der politischen Rechte und der Bürgerfreiheiten” konnte sich der Wert zwar verbessern, aber die erreichte Punktzahl liegt immer noch unter dem Wert von 2002. Das liegt an der erhöhten Punktzahl in der Kategorie „Politische Beteiligung“ und „Politische Rechte“. Das Land muss aber vermehrte Anstrengungen unternehmen, um bei „Beschränkung der Freiheit und Rechte aufgrund von Unsicherheit” besser abzuschneiden.
· Wie bereits angedeutet, erhielt das Land die geringste Punktzahl in der Dimension III „Qualität der Institutionen und politische Effizienz”. Verbessern konnte es sich dagegen bei „Wahrnehmung der Korruption”, „Vertretung der politischen Parteien im Parlament“ und „Accountability“. Hier hat sich das Land Jahr um Jahr verbessert, insbesondere was den Indikator „Accountability” nach der Überwindung der politischen und institutionellen Krise mit den Präsidentschaftswahlen von 2003 anbelangt.
Chile

![]()

· Chile führt mit 10,796 Punkten weiterhin die Region an und hat seinen im vergangenen Jahr erreichten Wert um über 3% verbessert.
· In der Dimension II hat das Land die beste Aufstellung erzielt, obwohl es nicht die 2004 erzielten Werte wiederholen konnte. Die Werte von 2004 sind die besten Werte, die das Land bisher erzielen konnte. In dieser Dimension ist besonders die Verbesserung der politischen Beteiligung bemerkenswert, wobei die übrigen Kennzahlen unverändert blieben.
· Chile führt auch weiterhin bei der Dimension „Qualität der Institutionen und politische Effizienz”, erzielt aber auch hier nicht die besten 2002 und 2003 erzielten Höchstwerte (10,00). Dagegen verbesserte sich die Leistung in dieser Dimension gegenüber 2005, was auf einen besseren Wert bei „Vertretung der politischen Parteien im Parlament” und „Accountability“ zurückzuführen ist.
· Bei der Dimension IV ergibt sich eine leichte Verbesserung der Kennzahlen der Teildimension “Kompetenz in der Umsetzung einer die Wirtschaftsleistung fördernde Politik”. Gesunken ist dagegen der Wert bei der Sozialen Teildimension, vor allem aufgrund der Verschlechterung des Indikators “Haushalte unter der Armutsgrenze” und “Bildungsleistung”.
Uruguay


· Uruguay nimmt den 3. Platz in der Länderaufstellung 2006 hinter Chile und Costa Rica ein. Bei allen Ausgaben von IDD-Lat seit 2002 hat Uruguay einen der ersten Plätze in der Tabelle eingenommen. In diesem Jahr konnte es den im Vorjahr erzielten Wert um einen halben Punkt verbessern.
· Leicht verbessert hat sich der in der Dimension “Achtung der politischen Rechte und der Bürgerfreiheiten“ erzielte Wert gegenüber 2005. Allerdings konnte der 2002 erzielte Wert (8,112) noch nicht erreicht werden. Das gute Ergebnis ist auf eine starke Verbesserung des Indikators Gender zurückzuführen. Bei dieser Dimension ist besonders bemerkenswert die Verbesserung bei der Kennzahl „Einschränkung von Freiheiten und Rechten durch Unsicherheit“.
· Das gleiche gilt für die Dimension III, auch wenn in diesem Jahr Uruguay die beste Punktzahl seit 2002 aufgrund der besseren Leistung in der Rubrik „Vertretung der politischen Parteien im Parlament” und „ Accountability“ erzielt hat.
· In Bezug auf den Indikator „Regierungsfähigkeit“ (Dimension IV) ist die erreichte Punktzahl gegenüber dem Vorjahr in der Teildimension Wirtschaft zurückgegangen, und zwar aufgrund des verschlechterten Wertes bei „Verschuldung“. Ebenfalls zurückgegangen ist der Wert in der sozialen Teildimension aufgrund der verschlechterten Leistung im Zusammenhang mit Armut und Bildung.
Paraguay


· Paraguay hat sich gegenüber den im IDD-Lat 2005 erzielten Werten um über 16% verschlechtert. In der allgemeinen Länderaufstellung verschlechterte sich das Land von Platz 7 im Vorjahr auf Platz 12 und reiht sich nun wieder in die Gruppe der Länder mit niedrigem demokratischem Entwicklungsstand ein. Dieses Verhalten zieht sich durch alle Dimensionen durch. Paraguay ist eines der 6 Länder, die in der Wertung zurückgefallen sind. Im vergangenen Jahr zeichnete sich das Land durch eine Verbesserung der im IDD-Lat gemessenen Werte aus. In diesem Jahr dagegen ist es eines der Länder, die große Rückschläge hinnehmen mussten.
· In Bezug auf den in der Dimension II erzielten Wert ist die geringere Punktzahl auf eine Verschlechterung des Indikators “Unsicherheit” zurückzuführen. Dabei haben sich die übrigen Indikatoren unverändert gegenüber dem Vorjahr verhalten. Allerdings zeigt das auch, dass nur geringen Anstrengungen unternommen wurden, um die Leistung in dieser Dimension zu verbessern.
· In der Dimension III „Qualität der Institutionen und politische Effizienz” ist eine starke Verbesserung bei der Kennzahl „Wahrnehmung der Korruption“ feststellbar, auch wenn der Wert „Destabilisierung” sich aufgrund der erhöhten Zahl von Opfern der politischen Gewalt verschlechtert hat.
· Bei der Dimension IV erzielt Paraguay eine schlechtere Bewertung in der Teildimension „Kompetenz in der Umsetzung einer die Wirtschaftsleistung fördernden Politik“ aufgrund eines rückläufigen Pro-Kopf-Einkommens und obwohl Anstrengungen unternommen wurden sind, um die Verschuldung abzubauen und die Investitionen anzukurbeln. Die Soziale Subdimension hat sich ebenfalls verschlechtert, was auf eine erhöhte Armut und eine geringere Anzahl von Einschreibungen an Sekundarschulen zurückzuführen ist. Dagegen ist die Kindersterblichkeit zurückgegangen und der Bildungs- und Gesundheitshaushalt aufgestockt worden.
Brasilien

· Brasilien gehört zu den Ländern, die ihre Punktzahl im IDD-Lat 2006 stark verbessern konnten. Der Anstieg betrug knapp 17% und brachte dem Land den 8. Platz in der Rangaufstellung ein. In der Ausgabe 2005 lag das Land noch auf Platz 12. Die verbesserte Leistung ist auf den bei den Dimensionen II und III erzielten Verbesserungen zurückzuführen. Dagegen blieb die Leistung bei der Dimension IV weitgehend unverändert und entspricht in etwa dem regionalen Durchschnitt.
· In der Dimension II „Achtung der politischen Rechte und Bürgerfreiheiten”, hat Brasilien den besten Wert erzielt, seitdem der Index „Demokratische Entwicklung” berechnet wird. Verbessert hat sich vor allem die Kennzahl „Bürgerfreiheiten”. Dagegen hat sich der Faktor „Unsicherheit” stark verschlechtert. Leicht zurückgegangen ist der Gender-Indikator.
· Bei der Dimension III „Qualität der Institutionen und politische Effizienz” ist die verbesserte Leistung auf die Indikatoren „Accountability“ und „demokratische Destabilisierung“ zurückzuführen.
· Die Dimension IV wies nicht die gleiche Tendenz auf, vor allem bei der sozialen Dimension wirkte sich die schlechtere Leistung im Bereich „Bildung“ und „Armut” trotz eines besseren Ergebnisses bei „Kindersterblichkeit“ und „Arbeitslosigkeit” aus.
· Bei der Teildimension „Kompetenz bei der Umsetzung einer die Wirtschaftsleistung fördernden Politik” zeigt Brasilien verbesserte Ergebnisse bei der Verschuldung, der Einkommensverteilung und einer größeren Wirtschaftsfreiheit, obwohl das Investitionsniveau leicht zurückgegangen ist.
Bolivien


· Bolivien hat unter allen Ländern die höchsten Verluste bei der Messung der demokratischen Entwicklung hinnehmen müssen. Das Land rutschte von Platz 14 auf Platz 17 ab und steht damit an vorletzter Stelle der Tabelle nur noch gefolgt von Ecuador. Der Abrutsch ist im wesentlichen auf die verschlechterte Leistung bei den Dimensionen III und IV zurückzuführen.
· Bei der Dimension II „Achtung der politischen Rechte und der Bürgerfreiheiten” erhöhte sich die erzielte Punktzahl gegenüber dem Vorjahr ohne jedoch den Bestwert von 2002 zu erzielen. Der höhere Wert ist auf die erhöhte Wahlbeteiligung bei den 2005 durchgeführten Parlamentswahlen zurückzuführen. Komplex stellt sich dagegen die bestehende Unsicherheit dar, die sich im Indikator „Einschränkung der Freiheiten und Rechte durch Unsicherheit” ausdrückt.
· Bei der Dimension III „Qualität der Institutionen und politische Effizienz” hat das schlechte Endergebnis mehrere Ursachen: auf der einen Seite ist es mit einer Strafe von 40% für die institutionelle Krise 2005 belegt worden; andererseits ging der Indikator Destabilisierung (erhöhte Anzahl von Opfern der politischen Gewalt) stark zurück. Ein weiterer wenn auch nur leichter Rückgang war bei der Leistung „Accountability“ und „Vertretung der politischen Partein im Parlament“ zu verzeichnen.
· Bolivien ist das Land mit der schlechtesten Leistung in der Teildimension „Kompetenz bei der Umsetzung einer die Wirtschaftsleistung fördernden Politik” unter allen im „Index Demokratische Entwicklung” untersuchten Ländern. Las Land weist ebenfalls eine schlechtere Leistung gegenüber dem Vorjahr aufgrund der verschlechterten Werte bei den Indikatoren „Investitionen“ und „BSP pro Einwohner“ aus. Dagegen konnte sich der Indikator „Wirtschaftliche Freiheit” leicht und der Indikator „Verschuldung” stark verbessern.
· Die bei der sozialen Subdimension erzielten Werte gehen aufgrund der verschlechterten Leistung im Bereich Gesundheit, Bildung und bei dem Indikator Armut zurück. Lediglich bei der Arbeitslosigkeit sind Fortschritte zu verzeichnen.
Perú


· Peru weist eine Verbesserung von über14% gegenüber dem Vorjahr auf und konnte sich damit von Platz 15 auf Platz 14 vorschieben. Allerdings gehört das Land weiterhin zur der Gruppe mit geringer demokratischer Entwicklung.
· Das Land zeigte eine ausgewogene Leistung in allen Dimensionen. Die besten Ergebnisse wies es in der Dimension IV aus, insbesondere bei der Teildimension Wirtschaft, und bei den Dimensionen II und III.
· Bei „Bürgerfreiheiten und politische Rechte” sowie den übrigen Indikatoren der Dimension II verzeichnet das Land quasi unverändert die gleichen Werte wie 2005. Eine leichte Verbesserung ist im Indikator Gender zu verzeichnen.
· Eine wesentliche Leistungsverbesserung ergab sich in der Dimension III „Qualität der Institutionen und politische Effizienz”. Verbessert werden konnten die Werte bei „Vertretung der politischen Parteien im Parlament“ und „Accountability”. Dagegen führt eine erhöhte Zahl von Opfern der politische Gewalt zu einer Verschlechterung bei dem Indikator „Destabilisierung“.
· Bei der Subdimension „Kompetenz bei der Umsetzung einer die Wirtschaftsleistung fördernde Politik” konnte eine Verbesserung der Werte der Kategorien BSP pro Einwohner, Einkommensverteilung, Verschuldung und Investitionen die leichte Verschlechterung bei „Wirtschaftliche Freiheit“ mehr als ausgleichen.
· Dagegen drückten die geringe Leistung im Bereich Gesundheit und Bildung sowie keine nennenswerten Erfolge in der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit und der Armut den bei der Teildimension „Kompetenz bei der Umsetzung einer wohlstandssichernden Politik“ erzielten Wert.
Ecuador

· Ecuador ist in dem Index Demokratische Entwicklung 2006 das Land, das gegenüber 2005 den größten Rückschlag hinnehmen musste (knapp 39%). Das Land belegt den letzten Platz in der Länderaufstellung. Der dieses Jahr erzielte Wert liegt in etwa mit dem schlechtesten Wert der Serie (2002) gleichauf. Besonders schlecht haben sich die Dimensionen III und IV entwickelt.
· Bei der Dimension II „Achtung der politischen Rechte und der Bürgerfreiheiten”, liegt das erzielte Gesamtergebnis über den Werten des Vorjahres. Dabei fiel die Leistung bei dem Indikator Gender positiv ins Gewicht im Gegensatz zu einem niedrigeren Ergebnis beim Faktor „Unsicherheit”.
· Bei der Dimension III „Qualität der Institutionen und politische Effizient” wirkte sich besonders negativ die durch den Rücktritt von ex Präsidenten Lino Gutiérrez ausgelöste Krise aus. Das Land wurde dafür mit dem Faktor „Demokratische Anormalität” (40%) abgestraft. Dabei ist zu berücksichtigen, dass Ecuador seit 2003 wiederholt institutionelle Krisen erlebt hat und über diesen Faktor mit unterschiedlichen Strafen belegt worden ist. In der gleichen Dimension weist das Land rückläufige Werte bei den Indikatoren „Vertretung der politischen Parteien im Parlament“, „Accountability“ und „Destabilisierung“ auf.
· Die Teildimensionen im Bereich „Regierungsfähigkeit” zeigen ein unterschiedliches Verhalten. Stark abgefallen ist der Werte „Wirtschaftseffizient” vor allem aufgrund der erhöhten Verschuldung und der geringeren Investitionen. Die Teildimension „Kompetenz bei der Umsetzung einer wohlstandssichernden Politik” konnte sich aufgrund von besseren Werten bei Kindersterblichkeit, Arbeitslosigkeit und Bildungsetat verbessern. Stark angestiegen ist der Armutsindikator.
Kolumbien

· Kolumbien ist nach Guatemala das Land in der Region, das sich am meisten verbessert hat. Allerdings gehört Kolumbien immer noch zu der Gruppe Länder mit niedrigem demokratischem Entwicklungsniveau. In der Länderaufstellung befindet es sich auf Platz 11 und hat sich im Vergleich zu 2005 um 5 Plätze verbessert. Die beste Leistung weist das Land bei der Dimension II und der Teildimension Wirtschaftsleistung der Dimension IV auf.
· Das bessere Ergebnis im Bereich „Politische Rechte und Bürgerfreiheiten“ sowie Gender hat zu einer Verbesserung in der Gesamtbenotung der Dimension II gegenüber 2005 geführt.
· In der Dimension III „Qualität der Institutionen und politische Effizienz“ hat sich allein der Indikator Accountability verschlechtert. Allerdings konnten die besseren Ergebnisse in den Rubriken „Korruption“ und „Vertretung der politischen Parteien im Parlament“ diese Verschlechterung mehr als ausgleichen.
· Die bessere Leistung in den Bereichen Wirtschaftliche Freiheit, BSP pro Einwohner, Verschuldung und Investitionen führten zu einer bemerkenswerten Verbesserung der Teildimension „Kompetenz zur Umsetzung einer die Wirtschaftsleistung fördernden Politik“. Eine schlechtere Leistung im Bereich Gesundheit und Bildung wirkte sich dagegen negativ auf den Bereich Soziale Eckdaten aus.

Venezuela
·
Wie
aus der Tabelle hervorgeht, konnte Venezuela seine Gesamtbewertung in
„Demokratischer Entwicklung“ verbessern, gehört aber immer noch zu den Ländern
mit der schlechtesten Leistung in der Region. In einem Jahr konnte sich das Land
lediglich um einen Platz verbessern. Die bessere Leistung ist das Ergebnis
besserer Werte in den Indikatoren der Dimensionen III und IV.
· Bei der Dimension II „Achtung der politischen Rechte und Bürgerfreiheiten“ liegen bei dem Index „Politische Rechte“ und dem Faktor „Unsicherheit“ die Werte unter denen des Vorjahres. Allein die Bewertung Gender hat sich gegenüber 2005 verbessert.
· Bei der Dimension III „Qualität der Institutionen und politische Effizienz” haben sich die Werte „Vertretung der politischen Parteien im Parlament” und „Accountability“ verbessert. Das Endergebnis hat sich allerdings durch eine Verschlechterung des Indikators „Destabilisierung“ aufgrund der höheren Zahl von Opfern der politischen Gewalt beeinträchtigt gesehen. Zum vierten Mal in Folge ist Venezuela mit dem Faktor Demokratische Anormalität belegt worden. Die Ursache sind die angezweifelten Parlamentswahlen bei denen die Regierungspartei sämtliche Ämter für sich vereinnahmt hat und nur ca. 20% der im Wahlregister eingetragenen Bürger gewählt haben.
· Die positiven Auswirkungen des Erdölpreises und seiner Nebenprodukte auf die Wirtschaft führten zu besseren Ergebnissen bei der Teildimension „Kompetenz bei der Umsetzung einer die Wirtschaftsleistung fördernden Politik”. Dabei konnten bessere Werte in den Rubriken PSP pro Einwohner, Verschuldung und Investitionen erzielt werden. Dagegen konnte keine Verbesserung bei wirtschaftlicher Freiheit beobachtet werden. Verbesserung zeigte sich in den Bereichen Gesundheit, Bildung und Arbeitslosigkeit. Allerdings konnte sich die Einkommensverteilung nicht verbessern.
Panama
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· Panama ist weiterhin eines der Länder mit hohem demokratischem Entwicklungsstand und konnte sich auf Platz 4 der Länderrangliste behaupten, obwohl die Bewertung des Landes im IDD-Lat knapp 2% im Vergleich zu 2005 zurückgegangen ist. Die schlechtere Bewertung ist im wesentlichen das Ergebnis einer Verschlechterung bei der Wirtschaftsleistung und der Dimension „Qualität der Institutionen und politische Effizienz“.
· Bei der Dimension II „Achtung der politischen Rechte und Bürgerfreiheiten” verhielten sich die entsprechenden Indikatoren stabil. Lediglich der Wert Gender konnte sich leicht verbessern.
· Bei der Dimension III „Qualität der Institutionen und politische Effizienz“ verschlechterte sich Panama in der Kennzahl „Wahrnehmung von Korruption” und „Destabilisierungsfaktor”. Dagegen erzielte das Land ein besseres Ergebnis bei „Accountability”.
· Bei der Teildimension „Kompetenz bei der Umsetzung einer die Wirtschaftsleistung fördernden Politik” haben sich besonderes die Indikatoren „Wirtschaftsfreiheit” und „Verschuldung“ gegenüber 2005 verbessert. Verschlechtert haben sich dagegen die Werte „Investition” und „BSP pro Einwohner”.
· Bei den wohlstandssichernden Werten konnten sich insbesondere die Werte bei “Kindersterblichkeit”, “Städtische Arbeitslosigkeit” und “Bildungsetat” gegenüber 2005 verbessern. Verschlechtert gegenüber dem Vorjahr dagegen haben sich die restlichen Indikatoren.
Costa Rica

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· Costa Rica konnte sich weiterhin auf Platz 2 der regionalen Rangliste, die den demokratischen Entwicklungsstand misst, halten. Das Land konnte sich sogar gegenüber dem Vorjahr um über 14% verbessern. Diese bessere Leistung konnte in allen Dimension mit Ausnahme von Dimension II erzielt werden.
· Bei der Dimension II „Achtung der politischen Rechte und der Bürgerfreiheiten” hat Costa Rica eine geringere Punktzahl als im Vorjahr erhalten. Dies ist im wesentlichen auf eine geringere Punktzahl im Wert Gender, der die Vertretung der Frau in der Politik misst, zurückzuführen.
· Die bessere Bewertung bei „Accountability” und die Überwindung der institutionellen Krise 2005 führten dazu, dass in diesem Jahr der Faktor Demokratische Anormalität keine Anwendung fand, so dass Costa Rica eine gute Bewertung in der Dimension III „Qualität der Institutionen und politische Effizienz“ erzielte.
· Die Leistung in der Teildimension „Kompetenz zur Umsetzung einer die Wirtschaftsleistung fördernde Politik” wurde als sehr gut eingestuft und erzielte die dritthöchste Punktzahl der Region. Costa Rica verbesserte sämtliche Indikatoren, insbesondere konnte sich das Land in der Rubrik „Verschuldung” verbessern.
· Auch bei den sozialen Indikatoren konnte eine sehr gute Entwicklung beobachtet werden. Das Land erzielte bei der Teildimension „Kompetenz bei der Umsetzung einer wohlstandssichernden Politik“ den höchsten Wert der Region (2,714). Allerdings verharrten einige Indikatoren wie „Kindersterblichkeit“, „Haushalte unter der Armutsgrenze“ und „Schülerzahl in weiterführenden Schulen“ auf dem gleichen wenn auch hohen Niveau.
Nicaragua


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· Nicaragua gehört zu den Ländern, die sich am meisten gegenüber 2005 verschlechtert haben. Das Land fiel von Platz 10 auf Platz 15 in der regionalen Rangaufstellung zurück. Die Verschlechterung beträgt über 21 Prozent. Besonders betroffen sind die Dimension II und die Teildimension Soziale Daten der Dimension IV. Das Land gehört zu der Gruppe Länder mit niedriger demokratischer Entwicklung.
· Bei der Dimension II „Achtung der politischen Rechte und der Bürgerfreiheiten” lässt sich ein leichter Rückschritt bei den Indikatoren „Unsicherheit” und „Gender“ feststellen. Die restlichen Daten zeigen keine Veränderung. Obwohl das Land in dieser Dimension die besten Werte erzielt, erreicht es nicht den Durchschnitt der Region.
· Bei der Dimension III „Qualität der Institutionen und politische Effizienz“ lässt sich eine sehr starke Verschlechterung feststellen. Mit Ausnahme des Wertes „Vertretung der politischen Parteien im Parlament” sind alle Indikatoren dieser Dimension rückläufig. Zudem wurde das Land in diesem Jahr mit dem Faktor „Demokratische Anormalität” belegt. Auslöser war die politische Krise von 2005, die den Bestand der Regierung von Präsident Bolaños gefährdete. In dieser Dimension erzielte Nicaragua die viertschlechteste Bewertung der Region.
· Bei der Teildimension „Kompetenz in der Umsetzung einer die Wirtschaftsleistung fördernden Politik” liegt Nicaragua trotz einer leichten Verbesserung gegenüber den Werten des Vorjahres weiterhin unter der guten regionalen Entwicklung in diesem Bereich und bildet zusammen mit Paraguay, Bolivien und Honduras die Gruppe der Länder mit den schlechtesten Leistungen. Besonders negativ wirkte sich der Indikator „wirtschaftliche Freiheit” aus .
· Bei der Teildimension „Kompetenz bei der Umsetzung einer wohlstandssichernden Politik” verschlechterte sich das Land gegenüber 2005 insbesondere aufgrund des starken Rückgangs bei den öffentlichen Ausgaben im Bereich Gesundheit und der rückläufigen Zahl von Einschreibungen an weiterführenden Schulen. Der Indikator der Armut hat sich leicht verschlechtert. Dagegen haben sich die Werte „Kindersterblichkeit” und „Bildungsetat” verbessert.
El Salvador


· El Salvador ist eines der Länder, die sich im Demokratie-Index 2006 gegenüber 2005 verschlechtert haben (-6,6%). Das Land fiel vom 6. auf den 7. Platz zurück, gehört aber immer noch zu den Ländern mit mittlerem demokratischem Entwicklungsstand. Allerdings liegt es unter dem Durchschnitt der Region.
· Die Entwicklung der einzelnen Indikatoren bei der Dimension II „Achtung der politischen Rechte und Bürgerfreiheiten” hat zu einer Verbesserung der Punktzahl gegenüber 2005 geführt. Hauptgrund war eine starke Verbesserung des Indikators Gender. Dagegen hat sich der Indikator der Unsicherheit leicht verschlechtert.
· Bei der Dimension III „Qualität der Institutionen und politische Effizienz” ist die negative Entwicklung im wesentlichen die Folge der in den Kategorien „Accountability“ und „Demokratische Destabilisierung“ erzielten schlechteren Werte. Die übrigen Indikatoren haben sich stabil verhalten.
· Bei der Dimension IV haben sich die Indikatoren der Kompetenz bei der Umsetzung einer die Wirtschaftsleistung fördernden Politik unterschiedlich verhalten. Besonders stark haben sich die Kategorien „wirtschaftliche Freiheit” und „BSP pro Einwohner” verschlechtert. Eine leichte Verbesserung wiesen die Indikatoren „Verschuldung” und „Investitionen” auf.
· Bei den Indikatoren der Teildimension „Soziale Daten“ verhielt sich die Entwicklung ähnlich. Leicht verschlechtert haben sich die Indikatoren „städtische Arbeitslosigkeit”, „Haushalte unter der Armutsgrenze“ und „Einschreibungen in Sekundarschulen“. Dagegen konnten sich die Werte für Gesundheit und Bildung leicht verbessern.
Honduras

· Honduras konnte sein Gesamtergebnis um gut 2 Prozent verbessern, gehört aber immer noch zu der Gruppe Länder mit niedriger demokratischer Entwicklung. Das Land konnte den 9. Platz in der regionalen Rangliste behaupten. Die Verbesserung zeigt sich mit unterschiedlicher Intensität in allen Dimensionen mit Ausnahme der Wirtschaftlichen Teildimension, die gegenüber dem Vorjahr zurückgefallen ist.
· Die Dimension II „Achtung der politischen Rechte und der Bürgerfreiheiten“ hat sich soweit verbessert, dass sie praktisch den Durchschnittswert der Region erreicht hat. Die Indikatoren haben mit Ausnahme einer starken Verbesserung bei dem Indikator Gender weiter keine Veränderungen gegenüber dem Vorjahr erfahren. Lediglich der Unsicherheitsfaktor hat sich leicht verschlechtert, was ein gemeinsames Merkmal nicht nur Mittelamerikas sonder ganz Lateinamerikas ist.
· Der in der Dimension III „Qualität der Institutionen und politische Effizienz” erzielte Wert lagt unter der 2005 erlangten Punktzahl. Hauptgrund ist die Verschlechterung bei „Accountability“ und „Demokratische Destabilisierung“. Der erzielte Wert liegt immer noch über dem Durchschnitt der Region.
· Die Verschlechterung bei „Wirtschaftliche Freiheit“ und „BSP pro Einwohner” hat zu einem starken Rückgang bei der Teildimension „Kompetenz in der Umsetzung einer die Wirtschaftsleistung fördernden Politik” gegenüber 2005 geführt. Die beste Leistung erbrachte das Land bei „Verschuldung” und „Investitionen”. Bei der Teildimension Soziale Daten verschlechterten sich insbesondere die Werte „Städtische Arbeitslosigkeit”, „Haushalte unter der Armutsgrenze“ und „Schülerzahl an Sekundarschulen“. Leichte Verbesserungen ergaben sich dagegen bei den Werten Gesundheitshaushalt und Kindersterblichkeit.
Guatemala

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Guatemala ist das Land, das sich am meisten in seiner demokratischen Entwicklung
gegenüber IDD-Lat 2005 verbessern konnte (über 130%). Allerdings verbleibt das
Land in der Gruppe Länder mit geringer demokratischer Entwicklung. Die bessere
Leistung in vielen Indikatoren ermöglichte eine Verbesserung von Platz 18 auf
Platz 13 in der regionalen Länderaufstellung.
· Bei der Dimension II „Achtung der politischen Rechte und der Bürgerfreiheiten“ ist das gute Abschneiden des Gender-Indikators, der die Beteiligung der Frau am politischen institutionellen Geschehen misst, ausschlaggebend gewesen. Diese Verbesserung hat trotz weithin gleichbleibenden Werten bei den übrigen Indikatoren ein wesentlich besseres Ergebnis in dieser Dimension gegenüber dem Vorjahr ermöglicht.
· Verbessert hat sich die Leistung in der Dimension III „Qualität der Institutionen und politische Effizienz”, ohne dass jedoch der 2002 erlangte Bestwert der Serie wiederholt werden konnte. Positiv heben sich die Indikatoren „Wahrnehmung von Korruption” und „Vertretung der politischen Parteien im Parlament“ ab. Diese Verbesserung konnte bei „Accountability” und „Demokratische Destabilisierung“ nicht erzielt werden. Besonders positiv für Guatemala war, dass es nicht mehr zu der Gruppe Länder gehört, die mit dem Faktor Demokratische Anormalität belegt werden. Dadurch erreichte das Land in dieser Dimension praktisch den Durchschnittswert der Region.
· Der bessere Wert der Dimension IV ergibt sich aus einem Zuwachs der Indikatoren der Teildimension „Kompetenz in der Umsetzung einer die Wirtschaftsleistung fördernden Politik”. Insbesondere konnten sich die Werte „BSP pro Einwohner“ und „Verschuldung“ verbessern. Anders verhielten sich die Indikatoren der Teildimension „Kompetenz bei der Umsetzung einer wohlstandssichernden Politik”. Hier verbesserte sich allein der Wert bei dem Indikator „ Kindersterblichkeit”. Dagegen verschlechterten sich die übrigen Indikatoren, insbesondere der Wert “Haushalte unterhalb der Armutsgrenze”.
México


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· Mexiko konnte sich um über 7% verbessern, ohne jedoch seinen 2003 erreichten Bestwert zu wiederholen. Mexiko gehört zu den Ländern mit mittlerer demokratischer Entwicklung. Das Land konnte seinen 5. Platz in der Rangliste behaupten und gehört zu der privilegierten Gruppe der Länder, die über dem Durchschnitt der Region liegen.
· Der in der Dimension II „Achtung der politischen Rechte und der Bürgerfreiheiten“ erzielte Wert hat sich gegenüber 2005 leicht verbessert. Dennoch muss in dieser Dimension Mexiko vermehrte Anstrengungen unternehmen, will es den Durchschnitt der Region zu erlangen. Die Indikatoren dieser Dimension sind praktisch unverändert auf dem gleichen Stand des Vorjahres geblieben. Nur Gender zeigte eine leichte Verbesserung.
· Der in der Dimension III „Qualität der Institutionen und politische Effizienz” erzielte Wert hat sich gegenüber 2005 verbessert und liegt über dem Durchschnitt der Region. Besonders positiv hat sich die gute Leistung bei Accountability ausgewirkt und die Verbesserung des Destabilisierungs-Indikators.
· Bei der Dimension IV „Regierungsfähigkeit” haben sich die Teildimensionen unterschiedlich verhalten. Im Bereich der Wirtschaft konnte Mexiko vor allem bei „BSP pro Einwohner” und „Verschuldung” zulegen. Dagegen hat sich die Kategorie „Investition” leicht verschlechtert. Im sozialen Bereich verlief die Entwicklung weniger positiv, was vor allem auf die Indikatoren „Städtische Arbeitslosigkeit”, „Haushalte unter der Armutsgrenze” und „Anzahl Schüler an weiterführenden Schulen“ zurückzuführen ist. Dagegen konnten sich die Indikatoren im Bereich „Gesundheit”, nämlich Kindersterblichkeit und Gesundheitsetat, gegenüber dem Vorjahr stark verbessern.
Dominikanische Republik


· Die Dominikanische Republik konnte sich gegenüber 2005 um über 4% verbessern, bleibt allerdings unter dem Durchschnitt der Region und gehört zu der Gruppe Länder mit niedrigem demokratischem Entwicklungsstand. Das Land erreicht auch nicht den 2004 erlangten Bestwert der Serie. Dennoch konnte es sich in der Rangliste von Platz 11 auf Platz 10 verbessern.
· Eine leichte Verbesserung ergab sich in der Dimension II „Achtung der politischen Rechte und der Bürgerfreiheiten“ trotz einer leichten Verschlechterung bei Gender und einer bedeutenden Verschlechterung bei „Einschränkung der Freiheiten und Rechte aufgrund von Sicherheitsproblemen“.
· Bei der Dimension III „Qualität der Institutionen und politische Effizienz” liegt der erzielte Wert über dem Durchschnitt der Region und über dem 2005 erreichten Wert und ist der beste von der Dominikanischen Republik erziele Wert der gesamten Serie. Diese Leistung ist vor allem auf die Erfolge im Bereich „Wahrnehmung von Korruption” und „Vertretung von politischen Parteien im Parlament“ zurückzuführen. Dagegen ist der Indikator „Accountability” zurückgegangen.
· Die Dimension IV hat einen leichten Rückschlag erlitten, vor allen in der Teildimension „Kompetenz bei der Umsetzung einer die Wirtschaftsleistung fördernden Politik“. Hier verschlechterte sich vor allem der Wert „Verschuldungsniveau”. Dagegen konnte sich die Indikatoren „Wirtschaftsfreiheit, „BSP pro Einwohner” und „Verschuldung“ leicht erholen. Die erreichte Punktzahl liegt weiterhin unter dem Durchschnitt der Region. Bei der Teildimension „Soziale Eckdaten“ haben sich die Indikatoren für „Kindersterblichkeit“, „Städtische Arbeitslosigkeit“ und „Bildungsetat” wesentlich verbessert. Keine Verbesserung wiesen dagegen die Indikatoren „Gesundheitshaushalt” und „Haushalte unter der Armutsgrenze” auf. Dadurch bleibt der in dieser Teildimension erreichte Wert weiterhin unter dem Durchschnitt der Region.
[1] Die Landkarten haben nur indikativen Charakter und spiegeln nicht die tatsächlichen Dimensionen des Landes wieder